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Zuletzt erschienen
vom selben Autor |
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| Darf es ein bißchen altmodisch sein? |
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Erfahrungen mit Artocarpus altilis Brotfrucht
in Heft 2/2003 |
| Clivien |
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| von Renate Brinkers |
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Was sehen Sie, wenn Sie an Großmutters Fensterbank denken? Ich
sehe breite, glänzend dunkelgrüne Blätter, fein säuberlich im
Bogen nach rechts und links wachsend. Knapp oberhalb der Blätter,
am Ende eines starken Blütenstieles stehen große, leuchtendorange
Blüten, zur Mitte hin heller werdend - eindrucksvoll und beherrschend
wirkte die ganze Pflanze. Wochenlang stand sie in der guten Stube
auf der Fensterbank bis sie eines Tages, so plötzlich wie sie
erschien, auch wieder verschwand und vergessen wurde - bis zum
folgenden Frühjahr.
Die Clivie - nebenbei eine der wenigen Pflanzen, die von Anfang
an unter ihrem botanischen Namen bekannt war, wenn es auch durchaus
einige deutsche Bezeichnungen wie z.B. Riemenblatt gab - erlebt
eine Renaissance.
Ursprünglich aus Südafrika stammend und schon früh durch Auslese
und Zucht mit recht großen Blüten ausgestattet, fand Clivia miniata den Weg in die Wohnzimmer unserer Großmütter, obwohl C. nobilis früher entdeckt wurde, wozu neben den beiden bereits genannten
noch C. gardenii und C. caulescens gehörten. Bis vor einigen Jahren waren insgesamt vier Clivien-Arten
bekannt, die alle außer C. miniata, schmale hängende Blüten besitzen. 2002 entdeckte man in einem
abgelegenen Gebiet in Südafrika eine weitere Art, C. mirabilis, die umgehend unter strengsten Schutz gestellt wurde, da man
zu Recht befürchtete, der geringe Bestand könne schnell zerstört
werden. Auch diese Art besitzt schmale, röhrenförmige Blüten.
Die Jungpflanzen in meiner Sammlung, weisen extrem schmale Blätter
mit ausgeprägtem Mittelnerv auf und unterscheiden sich damit sehr
stark von allen anderen Arten.
Im Zuge einer Neuordnung der Gattung wurde eine C. gardenii-Variante
zur eigenen Art erhoben, die sich vor allem durch ihren rasanten
Wuchs und eine erheblich höhere Toleranz gegenüber Wasser auszeichnet.
C. robusta, bis dahin häufig Swamp Gardenii (engl.: swamp=Sumpf) genannt,
ist somit die sechste Species.
Eine Hybride aus C. miniata x C. nobilis, die schon früh in Belgien entstanden sein soll, ist unter dem
Namen Clivia x cyrtanthiflora bekannt. Sie trägt ebenfalls eher schmale, hängende Blüten, jedoch
weiter geöffnet als beispielsweise jene von C. nobilis. Diese Hybride, die in der Literatur heute kaum noch erwähnt
wird, bildet die Grundlage für zahlreiche Neuzüchtungen speziell
in Südafrika, und ist meiner Meinung nach eine der schönsten Hybriden
überhaupt.
Die Aktivitäten verschiedener internationaler Züchter hat man
lange Zeit in Deutschland nicht recht wahrgenommen, obwohl sich
in der Züchtung einiges getan hat. Inzwischen wird gelegentlich
die gelb blühende C. . . .
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(weiter zu Hybriden, Sorten und Pflege in GRÜNER ANZEIGER 2/2007)
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Bereits mit elf Jahren konnte Renate Brinkers erste gärtnerische Erfolge
in ihrem Kindergärtchen, bepflanzt mit "Schwiegermütterchen",
vorweisen.
Nach fundierter gärtnerischer Ausbildung machte sie sich mit einer
Gärtnerei
der etwas anderen Art selbständig. Stets selbst auf der Jagd nach
Besonderem,
hat sie ein Herz für Pflanzenfreunde, die wissen, was sie wollen,
es aber nicht finden. Verständlich, daß ihrbotanischer Suchdienst
nicht nur
Kundenwünsche erfüllt, sondern auch die eigene Sammlung an Clivien
und
Amaryllidaceaeen wachsen läßt.
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